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Glück auf, Peking!
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Grüezi in Peking!
02.08.2008

Am gestrigen 01. August wurde als eines der ersten Nationenhäuser der diesjährigen Olympiade das "House of Switzerland" eröffnet. Die Redaktion von CHINAFOKUS hat sich gleich am zweiten Tag einmal dort umgesehen und kommt zum Schluss: sehr gelungenes Konzept und ein sympatischer Auftritt der Schweizer!

Während die Mehrheit der anderen Nationenhäuser auf geschlossene Konzepte setzen und ihre Häuser nur den Athleten, Offiziellen von NOKs und Sponsoren oder eingeladenen Gästen öffnen, ist das "House of Switzerland" ein offener Ort zur Schweiz-Werbung. Als Location dient eine ca. 4000 m² große ehemalige Fabrikhalle im Künstlerdistrikt "798", der seit Jahren die größte Ansammlung von Galerien und Ateliers in Peking und wohl auch in China beherbergt. Der Distrikt "798" ist eng verknüpft mit dem Aufstieg moderner chinesischer Kunst im internationalen Kunstmarkt und zunehmend auch innerhalb Chinas. Zwar ist das Niveau der in "798" gezeigten Kunst sehr uneinheitlich und die Kommerzialisierung des Areals scheinbar unaufhaltsam, doch es ist ohne Zweifel ein kulturelles Zentrum vor allem der weltoffenen chinesischen Intellektuellen und vieler Ausländer. Sich hier während der Olympiade als Schweiz zu präsentieren, macht viel Sinn. Das "House of Switzerland" profitiert von der Bekanntheit und dem Stammpublikum des Distrikt "798" ebenso wie es für "798" ein interessantes neues Element darstellt, die Schweizer zu Gast zu haben. Einen ähnlichen Untermieter mit allerdings noch stärker kommerziellen Interessen gibt es gleich 100m weiter mit dem auch erst kürzlich eröffneten Showroom von Nike.

Schwerpunkt der Schweizer Präsentation ist die Vorstellung von Luzern. Auf großdimensionierten Fotos, die sich über das Gesamtareal verteilen, wird die Stadt in den Dimensionen ihres Werbeslogans gezeigt: "The city, the lake, the mountains". Gerne und oft posieren die chinesischen Besucher vor diesen Bildwänden und lassen sich im Schweizer Ambiente ablichten.

Einen Großteil der Fläche des Schweizer Hauses nehmen darüber hinaus die Präsentationen von Sponsoren und Partnern ein, die jedoch gleichzeitig auch das Spektrum dessen veranschaulichen, wofür die Schweiz steht und womit sie verbunden werden will. Da sind Technologieunternehmen wie Schindler, Titlis oder Swiss Securitas, der Nahrungsmittelgigant Nestle und die Syngenta, die Bank UBS, der Schokoladenhersteller Lindt oder die Vertreter der Präzisionsfertiung von Victorinox oder Carl F. Bucherer. Besonders leichtes Spiel haben naturgemäß Lindt und Mövenpick als Tochter von Nestle. Sie verteilen Kostproben ihrer Produkte und sofort bilden sich lange Schlangen von Besuchern.

Doch das vom Schweiz-Vermarkter Presence Switzerland betriebene Haus bietet noch mehr: es gibt eine Bühne für wechselnde Veranstaltungen, ein Restaurant, eine kühl gestylte Bar, einen VIP-Bereich, ein Mini-Studio des Schweizer Fernsehens, einen Trikotshop der Schweizer Olympia-Kollektion eine lustige Installation, die Werbung für den Schweiz-Tourismus machen soll und fast durchgehend von Schaulustigen umstellt ist.

Wenn man berücksichtigt, dass mit dem Beginn der Sportwettkämpfe und dem Eintreffen der Schweizer Olympioniken im "House of Switzerland" die Attraktivität des Ortes sicherlich noch weiter steigen wird, dann spricht vieles dafür, dass das Konzept der Träger aufgehen wird und viele Besucher den Schweizer Auftritt in sehr positiver Erinnerung behalten werden.

Ja, dann bleibt eigentlich nur, dem Swiss Olympic Team noch ein "Hopp Schwiiz" zuzurufen. Ich hoffe mal, der Anfeuerungsruf gilt nicht nur beim Fussball.

Quelle: INSIDE A



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